Für YSZ 5 (2. Liga) und YSZ 6 (3. Liga), welche im Vorjahr beide einen Aufstieg gefeiert hatten, war die Saison 26/27 mit einer Niederlage gegen den Gruppenfavoriten gestartet. Dementsprechend entschlossen gingen die beiden Mannschaften in ihre zweiten Matches gegen Wädenswil 2, resp. Wädenswil 5, in der Hoffnung wertvolle Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Die Aufstellungen in beiden Partien liessen jedoch vermuten, dass dies nicht einfach sein würde.
2. Liga (YSZ 5)
Für Dan Karpisek, Alec Tarashev und Dominik Mätzener begann die Partie allerdings vielversprechend. Zwar war Letzterer gegen Luca Holub chancenlos, doch Karpisek und Tarashev reüssierten (relativ) souverän und brachten ihre Farben in Front. Lange hielt die Führung aber nicht an:
Denn Mätzener musste sich, trotz gutem Kampf, auch Colin Jüni beugen, während Karpisek, der grosse Aufsteiger der letzten Saison, Holub ebenfalls nichts anhaben konnte. Es lag also an Spitzenspieler Tarashev die Begegnung wieder auszugleichen. Doch YSZ’s Nachwuchschef fand gegen Christian Schönbächler überhaupt nicht ins Spiel und so musste er schliesslich im Entscheidungssatz seinem Gegenüber zum verdienten Sieg gratulieren…2-4 vor dem Doppel!
In diesem standen Karpisek und Tarashev nun mächtig unter Zugzwang. Zu Beginn zeigten die beiden, dass sie als Co-Trainer wesentlich besser harmonieren wie als Doppelpartner und gerieten zweimal in Rückstand. Je länger die Partie aber dauerte, desto besser fanden Tarashev und Karpisek zueinander und brachten ihr Team mit einem epischen 3:2 zurück in die Partie…und die letzte Einzelrunde sollte es wirklich in sich haben!
Im Duell mit Jüni zeigte Karpisek einmal mehr sein ganzes Potenzial und reüssierte ohne Satzverlust. Auf dem Nebentisch musste Mätzener gegen Schönbächler den 1:1-Satzausgleich hinnehmen, spielte sich nachher aber in einen totalen Rausch und gestand dem Linkshänder nur noch vier Punkte zu! Und damit hatte Tarashev auf einmal die Chance seiner Mannschaft den nicht für möglich gehaltenen Sieg zu sichern. Der Spitzenspieler der Zürcher absolvierte sein bestes Spiel des Abends, zog aber denkbar knapp mit 1-3 den Kürzeren, womit die Begegnung mit dem wohl verdienten Remis zu Ende ging.
3. Liga
Einen Tag drauf gastierte das Trio aus Captain Mike La Marr, Neuzugang Amos Gygax und U15-Junior Lizhang Zhou dann bei der fünften Garde der Linksufrigen.
Und Zhou, in der Vorwoche gegen Rapperswil mit einer Topleistung, machte genau dort weiter, wo er acht Tage zuvor aufgehört hatte und brachte seine Farben nach einem hart umkämpften Sieg über Fabio De Conto in Front. Leider hielt diese aber nicht lange an. Denn Gygax musste sich nach einem inkonsequenten Auftritt knapp geschlagen geben, ehe La Marr gegen den viel höher klassierten Benno Schaffhauser mit 9-11 im Entscheidungssatz den Kürzeren zog. Und als Schaffhauser draufhin auch Zhou bezwang, sah die Ausgangslage für die Gäste nicht gut aus.
Doch mit dem Rücken zur Wand wehrten sich Gygax und La Marr mit allen Mitteln und schafften es gar den Ausgleich wieder herzustellen. Gygax bezwang De Conto zum zweiten Mal innert sieben Tagen (nach dem ebenso knappen Sieg in der 2. Liga), ehe La Marr trotz verspielter 2:0-Führung gegen Pinker den Coup realisierte und mit 11-9 das Gesamtscore auf 3-3 stellte.
Im Doppel setzten die Gäste mit der Paarung Zhou/Gygax dann auf pure Jugend. Doch die Teenager fanden an jenem Abend überhaupt nicht ins Spiel und mussten ihren erfahreneren Kontrahenten klar zum Sieg gratulieren. Anschliessend ging La Marr gegen De Conto überraschenderweise unter und Wädenswil befand sich erneut förmlich auf der Siegesstrasse. Doch wo ihnen im Doppel nichts gelingen wollte, so machten es Gygax und Zhou im Einzel um Welten besser. Ersterer liess dem B-klassierten Schaffhauser nicht den Hauch einer Chance, ehe Zhou gegen Pinker trotz 0:2-Hypothek nie aufgab und schliesslich dank des tollen Comebacks seinem Team ein Remis rettete.


