Nach der nahezu perfekt gelaufenen Hinrunde startete Tabellenführer YSZ 6 mit einem Heimspiel gegen Thalwil 2 ins neue Jahr. Emre Imamoglu, Dominik Mätzener und Andrea Schilling starteten gegen die Seebuben entschlossen den nächsten grossen Schritt Richtung Wiederaufstieg zu machen.
Der Auftakt gelang den Gastgebern dabei bestens. Mätzener siegte souverän, während Schilling und Imamoglu sich von verpatzten Startsätzen erholten und am Ende knapp in vier Sätzen den Sieg sichern bzw. erzittern konnten. Den Schwung davon konnten sie dann für die nächsten Einzeln mitnehmen und diese dann glatt in drei Sätzen gewinnen, ebenso Mätzener, der ebenfalls nie in Bedrängnis geriet und damit den Gesamterfolg seines Teams bereits vor dem Doppel sicherte.
Falls die YSZ’ler jedoch glaubten, dass sie damit den Widerstand der Gäste gebrochen hatten, so irrten sie sich gewaltig. Mätzener und Imamoglu kamen im Doppel zweieinhalb Sätze lang überhaupt nicht in Fahrt und mussten später auch im Vierten eine 5:8-Hypothek wettmachen. Das erfolgreiche Comeback beflügelte aber die zwei Vorstandskollegen und im Entscheidungssatz passte beim Präsi/Vizepräsi-Doppel auf einmal alles. Bis zum Stande von 10-4. Doch dann das Undenkbare: die Stadtzürcher begingen einen Fehler nach dem anderen und gaben den sicher geglaubten Sieg mit 11-13 noch aus der Hand. “Das hätte uns niemals passieren dürfen”, ärgerte sich Mätzener über die Niederlage.
Und plötzlich schien der vierte Zähler ebenfalls keine Formalität mehr zu sein. Zwar erarbeitete sich Mätzener einen dritten 3:0-Sieg, doch Schilling fand gegen einen ganz starken Lucas Andermatt kein Mittel und unterlag. Grosser Druck lastete also auf den Schultern von Imamoglu, der in Extremis mit 2-0 in Führung ging, sich an den Aufschlägen von Marc Hartmann aber nach wie vor die Zähne ausbiss und schliesslich über die volle Distanz musste. Im Entscheidungssatz spielte YSZ’s Präsident aber wieder wesentlich aggressiver und brachte seinen dritten Einzelsieg und damit den vierten Zähler doch noch ins Trockene! “Spielerisch war ich weit von meiner Bestform entfernt”, resümierte Imamoglu den Abend, “Die vier Punkte waren aber heute das Wichtigste und das ist uns erfreulicherweise gelungen. Dass ich dabei drei Einzel gewinnen konnte ist natürlich eine schöne Zugabe.”


