OTTM Aktive 2025: Die Erwachsenen doppeln nach

Am zweiten Tag der Ostschweizer Meisterschaften lautete die Devise an die guten Resultate des Nachwuchses anzuknüpfen. Mit 36 Vertretern war man dafür bestens aufgestellt und dementsprechend fulminant legte die YSZ-Delegation auch los.


Der Mixed-Wettbewerb eröffnete den Tag. Und so viel vorweggenommen: dieser hätte wirklich nicht besser verlaufen können. Sieben Paarungen konnten eine YSZ-Vertretung aufweisen und sämtliche Niederlagen fielen in (semi-)vereinsinternen Duellen aus. Das erste davon kam bereits im Achtelfinal, wo Samir von Däniken und Mara Aebersold (Wetzikon) mit 3-1 vor Seraina Rosset und Andrin Holdener (Horgen) durchsetzten. Weiter ging es für das etablierte Duo aber nicht mehr, denn gegen STTL-Spielern Lars Posch und Ruoqi Wei (ZH-Affoltern) gab es nichts zu holen. Auf der anderen Seite des Feldes gab es das ganz grosse Drama. Filip Karin war mit Akhyata Patra (Neuhausen) gegen NLB-Spielerin Adèle Burgat (Affoltern A/A) und ihren Vereinskollegen Adrian Raschle in der klaren Favoritenrolle gestartet, die zwei STTL-Captains mussten am Ende aber gar eine 1:2-Hypohtek kehren um ihren Halbfinaleinzug perfekt zu machen.

Eine Schippe drauf legte dann Nachwuchschef Alec Tarashev mit Partnerin Lucia Östergaard Frank (Rapperswil-Jona), die in ihrem Viertelfinal gegen Abalakov/Meier bereits im dritten Satz mit einem gegnerischen Matchball konfrontiert waren, den Durchgang aber noch gewannen und dann auch noch die folgenden zwei mit 12-10 an sich rissen! Und da Jill Wildberger und Barish Moullet ihre Matches ohne Satzverlust gewannen, waren die YSZ-Halbfinals perfekt!

In diesen wurde weiterhin hart gekämpft, wobei Lars/Ruoqi und Filip/Akhyata einmal mehr ihrer Favoritenrollen gerecht wurden und Jill/Barish resp. Alec/Lucia mit 3-1 im Schach hielten. Nun kam es also zum grossen Showdown zwischen den zwei topgesetzten Paarungen. Lars und Ruoqi starteten besser und sahen nach zwei Sätzen wie die sicheren Sieger aus. Filip und Akhyata konnten in der Folge ihr Niveau aber nochmals steigern und schliesslich mit 11-9 im Entscheidungssatz das Comeback zum Titelgewinn vollenden! 


Direkt nach dem Mixed-Finale ging es für unsere zwei STTL-Spieler weiter im Herren Doppel A/B, wo sie ohne Satzverlust das Finale erreichten (ua dank eines Sieges gegen Samir und Adrian). Hier warteten nun die Rapperswiler Petr Blazek und Denis Bernhard. Trotz einer Verletzung von Lars kämpften die beiden Amigos, die ja in Wädenswil den Schritt von vielversprechenden Nachwuchstalenten zu Nationalspielern gemacht hatten, mit allem, was sie hatten, zogen aber leider mit 2-3 den Kürzeren. Für die weiteren vier Paarungen mit YSZ-Vertretung war bereits im Startspiel Schluss, wobei Barish und Balthazar Porritt Pech hatten, dass ihnen gleich Blazek/Bernhard zugelost wurde (einen Satzgewinn durften sie dennoch bejubeln).


Einen tollen Lauft hatte auch Jill im Doppel Damen A/B an der Seite der zuvor erwähnten Mara Aebersold. Die zwei Freundinnen harmonierten so gut wie noch nie, schlugen zuerst Adèle und ihre Partnerin mit 3-1, ehe das Halbfinal gegen Östergaard/Gutknecht zu einem irren Krimi wurde, welches sie schliesslich mit 13-11 im Entscheidungssatz gewinnen konnten. Im Endspiel warteten dann Svenja Holzinger und Mo Förstel, welche ja mit Mara die Damenmeisterschaft in Wädenswil in der NLB bestreiten. Erneut war es eine sehr enge Angelegenheit, in der Jill und Mara leider im wegweisenden dritten Durchgang drei Satzbälle ungenutzt liessen und somit ebenfalls knapp den Titel verpassten. 


Besser lief es dafür im Doppel Herren C/D. Gleich zu Beginn glückten Marius Naef und Niklas Bichsel ein gigantischer Coup, als sie Jörg Funk, der mit seinem Partner an erster Stelle gesetzt war, in vier Sätzen aus dem Turnier kegelten. Für ein vereinsinternes Viertelfinal gegen die Gebrüder Karpisek, Josua und Dan, reichte es leider nicht, da sie knapp an den Rapperswilern Pfister/Pfiffner scheiterten. Besser machten es dafür die Karpiseks, die diese dann mit 12-10 im vierten Satz bezwangen und sich damit fürs Halbfinal qualifizierten! Nun fehlte auf einmal nur noch ein Sieg zum Traumfinale, denn auf der anderen Seite des Tableaus erreichten Guy Schochet und Arthur Masurel – nach einem epischen Fünfsätzer gegen Spieler/Fischlewitz – das Endspiel! Leider erwies sich die Paarung Mock/Meury (Uster), nicht zum ersten Mal, als Spielverderber und beendeten den Lauf von Josua und Dan in vier Sätzen. Glücklicherweise machten es Arthur und Guy dann besser. Nach drei mit 11-8 gewonnen Sätzen sicherte sich die ausgezeichnet harmonierende Kombination aus Jugend und Routine den Turniersieg!


Nach den extrem erfolgreichen Doppelkategorien begannen die Einzelserien dann mit dem Herren E, wo nur einer der neun Young Stars die Gruppenphase nicht überstehen konnte. Leider ging es nachher recht bergab. Ein partieller Grund für die steigenden Eliminationen war die Konstellation des Tableaus. So traf der am Vortag überzeugend aufgetretene Runqian Huang etwa auf Alex Duschau-Wicke. Die zwei 6. Liga-Akteure lieferten sich einen harten Abnützungskampf, wo Alex, der nach 25 Jahren Pause wieder Ernstkämpfe bestreitet, schliesslich einen 1:2-Rückstand noch in einen Sieg zu drehen vermochte. Andersrum war es zeitgleich im anderen YSZ-Duell zwischen einem Junior und einem Routinier. Ethan Perez erholte sich von zwei in der Verlängerung verlorenen Durchgängen und schlug Inigo Gheyselinck mit 3-2. 
Auch das darauffolgende Achtelfinal zwischen Ethan und Alex war hochstehend, wo der Deutsche schliesslich mit 12-10 im vierten Satz die Nerven wahrte und die nächste Runde erreichte. Hier ging es leider nicht gegen Kelian Morandi, denn der am Vortag sehr erfolgreiche Neunjährige war denkbar knapp an Daniel Gajewska (St. Gallen) gescheitert. Und dieser erwies sich auch für Alex als zu hohe Hürde und beendete in drei Sätzen die Medaillenhoffnungen YSZ’s.


Nach dem grossartigen Triumph im Doppel wusste Arthur dieses Momentum auch ins Herren C, das mit 82 TeilnehmerInnen das grösste Feld des Turniers aufwies, mitzunehmen. Der junge Franzose erreichte dank einer ganz starken Leistung das Halbfinal und schlug auf dem Weg dahin Tim Frei (Steckborn-Homburg), der in der Runde zuvor Daniel Pigrum in einem unfassbaren Krimi aus dem Turnier geworfen hatte. Hier wartete nun mit David Fischlewitz (Kloten) der grösste YSZ-Schreck des Tages, hatte der Noppenspieler doch zuvor Jörg, Jill und den ganz stark aufgelegten YSZ-Aktuar Andrin Zoller. Leider setzte sich der Trend auch hier fort, sodass Arthur sich chancenlos geschlagen geben musste.

Ein super Auftritt in dieser Kategorie gelang auch Pascal Wyser. Der Kapitän unserer sechsten Garde schlug zwei höher dotierte Widersacher, wobei jener Sieg gegen Mara, gegen die er noch nie gewonnen hatte, besonders sehenswert war. Auch im Achtelfinal gegen Leo Hegner (Wädenswil) schlug sich Pascal sehr wacker, verpasste am Ende aber einen Entscheidungssatz um einen Punkt! Ebenfalls Endstation hiess diese Runde für Josua, dessen Abwehrbälle von Andrin komplett neutralisiert wurden, und Seraina, der im Startspiel ein Sieg über Vizepräsident Dominik Mätzener glückte.


Im Herren A setzte sich die Baisse aus dem Doppel dann leider fort. Titelverteidiger Lars konnte sich leider nicht von der Verletzung im Doppelfinal erholen und musste fürs Achtelfinal gegen Balthazar, der zuvor einen höher klassierten Gegner mit 4-0 auseinander genommen hatte, forfait geben. Stattdessen traf dieser nun auf Fedor Abalakov (Rapperswil-Jona). Mit der Medaille vor Augen absolvierte Balthazar eines der besten Spiele seiner noch sehr jungen Karriere und düpierte Abalakov Mal für Mal mit sehenswerten Spielzügen! Leider konnte der 13-Jährige seine 3:1-Satzführung nicht ins Ziel retten und unterlag schliesslich mit 9-11 im alles entscheidenden siebten Durchgang.
Sein Mannschaftskapitän Samir scheiterte ebenfalls im Entscheidungssatz an einen höher klassierten Rapperswiler. Die Vereinsikone rief gegen STTL-Spieler Denis Bernhard eine Topleistung ab und zwang diesen erstmals über die volle Distanz, ehe ihm am Schluss die Luft ausging.

Somit ruhten die Medaillenhoffnungen YSZ’s in dieser Kategorie auf den Schultern von Barish und Filip. Während Ersterer seine Aufgaben ohne Probleme erledigte, mühte sich unser STTL-Captain an der Konkurrenz vorbei, besonders im Viertelfinal, wo Patrick Jund (Wädenswil) zu vier Matchbällen kam. Fortuna war in diesem Moment aber Filip’s Seite, der alle vier mit Netzbällen abwehrte und mit 16-14 das Traumhalbfinal gegen Barish perfekt machte.

Von Beginn weg gaben zwei unserer Topstars Vollgas und lieferten den Zuschauern teilweise ausserirdische Ballwechsel. Filip, dem eine markante Steigerung zu den vorigen Runden glückte, ging mit 11-7 in Führung, Barish glich mit dem gleichen Resultat aus und der spektakuläre dritte Durchgang ging dann mit 12-10 wieder an den gebürtigen Wädenswiler. Ab diesem Moment sollte sich das Blatt jedoch erneut wenden. Barish übernahm zunehmend die Initiative und setzte seinen Captain unter grossem Druck, auf diesen Filip keine Antwort mehr finden sollte. So ging das Halbfinal schliesslich mit 4-2 an Barish, der im anschliessenden Endspiel mit Lukas Ott ein weiteres Wädenswiler Eigengewächs bezwang und damit seinen zweiten Turniersieg der Saison sicherte!


Bei den Damen A/B konnte Adèle gegen Verteidigerin Förstel den Startsatz gewinnen, mehr lag für unsere NLB-Spielerin aber nicht drin. Vorjahreszweite Jill musste direkt gegen Doppelpartnerin Mara ran, gegen die sie ohne grosse Probleme mit 4-1 gewinnen konnte. Nun wartete im Viertelfinal Seraina, die ja seit dieser Saison die Herrenlizenz beim TTC Horgen löst. Bislang waren alle Aufeinandertreffen an Seraina gegangen und auch an diesem Tag änderte sich nichts an dieser Statistik. Leider musste diese sich dann mit der Bronzemedaille begnügen, denn an ihrer einstigen Teamkollegin Akhyata war in einem tollen Match – trotz zweier Satzgewinne – kein Vorbeikommen.


Im Herren D glückten vielen unserer Spieler Exploits, allen voran Runqian, der mit Sascha Derber (Steckborn-Homburg) erstmals einen D5-klassierten Gegner bezwang! Der Sprung ins Achtelfinal sollte aber neben Niklas und Marius nur noch Lizhang Zhou gelingen, der hier leider denkbar knapp verlor. Ersteren zwei lösten dagegen ihre Aufgaben in zwei engen Matches und trafen in der nächsten Runde somit aufeinander! Am Vortag hatte Marius ihr Aufeinandertreffen knapp mit 3-1 gewinnen können, doch diesmal fielen die Würfel anders und Niklas sicherte sich mit demselben Resultat die Medaille. Leider sollte ihm der Finaleinzug verwehrt bleiben, denn Trainingspartner Jannes Waschkies (Zürich-Affoltern) hatte in einem packenden Match die besseren Nerven und entschied am (noch) späteren Abend dann auch das Endspiel für sich!


Ähnlich war das Bild auch im Herren B. Unsere Spieler traten überzeugend auf und feierten den einen oder anderen Sieg. Das Achtelfinale erreichten aber nur NLC-Spieler Alec und Balthazar, ihr Teamkollege Keanu Fries und Neuzugang Pascal Hong. Leider hatte es das Los nicht nett gemeint mit den ersten zwei und so kam es erstmals zum Duell Trainer gegen Schützling. Und wie schon so oft in solchen Situationen konnte sich der Junior besser mit dieser Situation abfinden. Balthazar neutralisierte Alec’s beste Waffen und gewann eine hart umkämpfte Partie mit 3-1. Leider waren die Viertelfinals aber am Sonntag nicht sein Ding und so verpasste er auch hier die Medaille nach einer knappen Niederlage gegen Cyrill Schudel (St. Gallen).
Das zweite clubinterne Duell dieser Kategorie ereignete sich dann ebenfalls in der Runde der letzten acht. Keanu und Pascal, die letzten verbliebenen YSZ’ler, boten den wenigen verbliebenen Zuschauern eine tolle Show. Am Ende hatte Pascal dann den längeren Atem und entschied das Deutsche Derby gegen seinen baldigen Teamkollegen in vier Sätzen, welche alle mit Minimalunterschied entschieden wurden, für sich.

Nun traf Pascal im Halbfinal auf Schudel. Trotz sichtlichen Müdigkeitserscheinungen spielte der Linkshänder taktisch auf sehr hohem Niveau und qualifizierte sich nach einem Marathon-Match mit 11-8 im Entscheidungssatz fürs Final. Gegnerin war, recht überraschend, mit Lucia Frank die Mixed-Partnerin von Alec. Und Lucia spielte im ersten Satz auch starkes Tischtennis, was ihr die erste Führung bescherte. Mit dem Turniersieg vor Augen warf Pascal aber nochmal alles ins Spiel hinein, drehte den Spiess mit 3:1 zu seinem Gunsten und wiederholte damit seinen vor einem Monat gewonnenen Titel an der ZKM nun auch auf der regionalen Bühne!

Dank den sieben Titeln und insgesamt 31 Podestplätzen über beide Tage hinweg ist es unserem Verein gelungen den Berbier Pokal für die beste Clubleistung vom TTC Uster zurückzugewinnen. Herzliche Gratulation an alle YSZ’ler und vielen Dank an den TTC Wädenswil für die Organisation!


Resultatübersicht: 


1. Rang Herren A: Barish Moullet
3. Rang Herren A: Filip Karin
5. Rang Herren A: Balthazar Porritt
1. Rang Herren B: Pascal Hong
5. Rang Herren B: Keanu Fries
5. Rang Herren B: Balthazar Porritt
3. Rang Herren C: Arthur Masurel
5. Rang Herren C: Andrin Zoller
3. Rang Herren D: Niklas Bichsel
5. Rang Herren D: Marius Naef
5. Rang Herren E: Alexander Duschau-Wicke
3. Rang Damen A/B: Seraina Rosset (Horgen)
5. Rang Damen A/B: Jill Wildberger
2. Rang Doppel Herren A/B: Filip Karin und Lars Posch
5. Rang Doppel Herren A/B: Barish Moullet und Balthazar Porritt
5. Rang Doppel Herren A/B: Samir von Däniken und Adrian Raschle (Affoltern A/A)
5. Rang Doppel Herren A/B: Alec Nikolov Tarashev und Andrin Holdener (Horgen)
5. Rang Doppel Herren A/B: Pascal Hong und Sourav Poddar (Kloten)
1. Rang Doppel Herren C/D: Guy Schochet und Arthur Masurel
3. Rang Doppel Herren C/D: Josua und Dan Karpisek
2. Rang Doppel Damen A/B: Jill Wildberger und Mara Aebersold (Wetzikon)
3. Rang Doppel Damen A/B: Seraina Rosset (Horgen) und Daniela Rosset (Horgen)
5. Rang Doppel Damen A/B: Adèle Burgat (Affoltern A/A) und Amira Meier (Kloten)
1. Rang Mixed: Filip Karin und Akhyata Patra (Neuhausen)
2. Rang Mixed: Lars Posch und Ruoqi Wei (Zürich-Affoltern)
3. Rang Mixed: Alec Nikolov Tarashev und Lucia Östergaard Frank (Rapperswil-Jona)
3. Rang Mixed: Jill Wildberger und Barish Moullet
5. Rang Mixed: Adèle Burgat (Affoltern A/A) und Adrian Raschle (Affoltern A/A)
5. Rang Mixed: Samir von Däniken und Mara Aebersold (Wetzikon)

Andere News

Umklassierungen per 01.01.2026

Folgende YSZ’ler haben sich nach einer starken Hinrunde eine neue Klassierung fürs neue Jahr erspielen können:  Noah Aksöz C7 (+1)Mathis Bardow D2 (+1)Alexander Duschau-Wicke D3

Read more >