Im letzten Spiel des Jahres kam es für unsere aufstiegsambitionierte sechste Garde zum Spitzenspiel in Sihltal. Für Emre Imamoglu, Dominik Mätzener und Pascal Wyser war klar, dass auf sie – erstmals diese Saison – eine richtig schwere Aufgabe bestand, waren die Gastgeber in der Gesamtsumme gar eine Klassierung höher einzustufen. Doch der Abend verlief nicht unbedingt standesgemäss.
Gleich zu Beginn setzte Imamoglu ein dickes Ausrufezeichen. Gegen Materialspieler Armin Glas, mit C8 der nominell stärkste Spieler des Abends, befand sich unser Präsident mitt 0:1-Sätzen und 6:8-Punkten in Rücklage, verlor in der Folge aber nur noch fünf Ballwechsel und sicherte seinem Team einen immensen Sieg. Zusammen mit den klaren Erfolgen von Wyser und Mätzener stand es also 3-0 für YSZ…ein absoluter Traumstart!
Wer jedoch hoffte, dass die Gäste damit leichtes Spiel haben würden, sah sich schnell getäuscht. So geriet Wyser etwa gegen Verteidiger Nicolas Plain im wegweisenden dritten Satz mit 1-5 in Rücklage, ehe er dann zehn Punkte in Serie machte und das Match knapp gewann. Mätzener, dessen 2025 spielerisch von vielen Verletzungen geplagt wurde, konnte sich trotz zweier gewonnener Durchgänge nie wirklich auf das Spiel von Glas einstellen und unterlag der gegnerischen Nummer eins somit mit 2-3. Dass das Duell Herrmann-Imamoglu also sehr entscheidend sein würde, war ziemlich jedem in der Halle klar. Zweimal ging Hermann knapp in Führung, zweimal schlug Imamoglu knapp zurück. Der fünfte Satz war dann nahezu eine Bilderbuch-Definition eines Auf und Abs: beide Spieler durchmachten Phasen, wo sie mehrere Ballwechsel am Stück gewannen. Imamoglu wahrte aber auch bei hohem Rückstand einen kühlen Kopf und drehte am Ende erneut ein 6-8 in ein 11-8 um seinem Team vor dem Doppel mit 5:1 in Führung zu bringen!
In diesem setzten die Stadtzürcher dann auf die Paarung Imamoglu/Mätzener. Für die zwei Vorstandskollegen war es das erste gemeinsame Doppel seit fast drei Jahren und das allererste Präsident/Vizepräsident-Doppel für YSZ in diesem Jahrhundert. Die ersten drei Sätze hätten allesamt kaum einseitiger verlaufen können, die Young Stars entschieden erfreulicherweise aber zwei davon für sich und spielten in jenen Durchgängen phasenweise sensationelles Tischtennis. Zwar gaben ging Satz vier sehr ärgerlich flöten, doch im Fünften passte die Abstimmung bei Imamoglu und Mätzener dann wieder zusammen und sie konnten den Sieg und damit den Gesamtsieg ihres Teams in trockene Tücher bringen!
Dass YSZ 6 ihren Vorsprung in der Tabelle ausbauen würde war nun also klar, doch mit zwei Siegen aus den letzten drei Einzeln bot sich die Chance die volle Punktzahl aus diesem Abend mitzunehmen. Den ersten Schritt machte Mätzener, der trotz eines kurzen Aussetzers ohne Probleme gegen Herrmann reüssierte. Auf dem Nebentisch konnte Imamoglu erneut nicht an die zuvor gezeigte Topleistung anknüpfen. Bei unserem Präsidenten fehlte gegen Plain die Konzentration und gegen Satzende auch die Puste und so verlor er bei der 0:3-Niederlage alle Sätze mit Minimalvorsprung. Da Captain Wyser, der damit die Führung im Spieler-Ranking der Liga übernahm, aber Glas in vier Sätzen im Schach hielt blieb dieser Aussetzer ohne Konsequenzen.
“Vor dem Spiel hätte ich ein Unentschieden genommen, daher bin ich natürlich überglücklich mit den vier Punkten und auch der Tatsache, dass ich in zwei Einzeln und im Doppel gewinnen konnte”, äusserte sich Imamoglu zum 8-2, das anhand des Satzverhältnisses von 26-14 vielleicht etwas zu hoch ausfiel. “Da kann ich es auch verkraften, dass meine Leistung heute etwas geschwankt hat.”
Auch Kapitän Wyser zeigte sich sehr zufrieden mit dem Sieg gegen die bestmögliche Aufstellung aller Gegner in der Gruppe: “Es war eine tolle Mannschaftsleistung, alle haben ihren Anteil zum Sieg beigetragen. Jetzt werden wir im neuen Jahr alles dran setzen den Vorsprung ins Ziel zu bringen und den Wiederaufstieg zu sichern!”
Die Chancen stehen dafür auf jeden Fall sehr gut. YSZ 8 wird die Rückrunde nämlich mit acht Punkten Vorsprung auf Sihltal und Thalwil 2, der nächste Gegner, beginnen!

